Willkommen in der Abtei St. Bonifatius, einer Benediktinergemeinschaft, die seit 1835 in München verwurzelt ist und zu der auch das beliebte Kloster Andechs gehört. Wir freuen uns, dass Sie hier sind.
Die 1850 vom bayerischen König Ludwig I. gegründete Abtei St. Bonifatius im Münchner Stadtteil Maxvorstadt entwickelte sich rasch zu einem geistigen, kulturellen und gesellschaftlichen Zentrum. Wie sich in der Architektur des Klosters und der Kirche widerspiegelt, wollte König Ludwig I. auch, dass die Benediktiner von St. Bonifatius in ihrer Arbeit die Trias aus Kirche, Wissenschaft und Kunst verkörpern. Dies entsprach seiner Auffassung, dass die Religion die Quelle aller Kunst und Wissenschaft sei. Bis heute sind die Mönche in diesen Bereichen aktiv. Die Abtei finanziert ihre pädagogischen und wissenschaftlichen Aktivitäten sowie ihre Arbeit mit Obdachlosen weitgehend selbstständig.
Geschichte
Die Klostergemeinschaft und der Bau der Gebäude von St. Bonifatius gehen auf König Ludwig I. von Bayern (1786–1868; reg. 1825–1848) zurück. Die Wiederherstellung und Neugründung von Klöstern nach der Säkularisierung von 1803 lag ihm besonders am Herzen. Sein besonderes Interesse galt den Benediktinern, die er auch in seiner Hauptstadt und Residenzstadt München ansiedeln wollte.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte die stetig wachsende Bevölkerung Münchens die Einrichtung neuer Pfarreien notwendig. Da St. Bonifatius sowohl als Abtei als auch als Pfarrei im sich neu entwickelnden Stadtteil Maxvorstadt diente, konnte König Ludwig beiden Aspekten gerecht werden.
Mit dem an die Kirche und das Kloster am Königsplatz angrenzenden Kunstausstellungsgebäude – der heutigen Staatlichen Antikensammlung – verwirklichte er zudem die Triade aus Kirche, Wissenschaft und Kunst, die seiner Vorstellung von der Religion als Quelle aller Kunst entsprach. Aus diesem Grund bestimmte er St. Bonifatius auch zu seiner Grabstätte.
Wir fühlen uns bis heute dem Auftrag unseres Gründers verpflichtet und bemühen uns, ihn auf vielfältige Weise zu erfüllen, wobei wir uns den Bedürfnissen der Zeit anpassen.
Das Kloster Andechs, das bereits von 1455 bis 1803 ein Benediktinerkloster gewesen war und das Ludwig I. 1846 aus Privatbesitz erwarb, wurde dem St. Bonifatius als wirtschaftliches Gut zur Sicherung seines Unterhalts überlassen. Aus diesem Grund lautet der offizielle Name der Abtei bis heute Benediktinerabtei St. Bonifatius in München und Andechs. Zusammen bilden beide Häuser die Abtei, an deren Spitze der gewählte Oberste, der Abt, steht, der seit 2003 Johannes Eckert ist.