Willkommen in der Abtei Affligem, einer Benediktinerabtei im Herzen von Flämisch-Brabant in Belgien. Diese historische Gemeinschaft wurde 1074 gegründet und ist seit fast tausend Jahren ein Ort des Gebets, des Friedens und der Gastfreundschaft.
Die Abtei von Affligem ist eine kleine Klostergemeinschaft in Flandern, dem niederländischsprachigen Teil Belgiens, etwa 20 km von Brüssel, der Hauptstadt Europas, entfernt.
Im Laufe ihrer fast 1.000-jährigen Geschichte hat die Abtei Zeiten des Wohlstands und Höhepunkte des geistlichen Lebens erlebt, aber auch Zeiten der Unruhen und Kriege.
Heute herrschen dort die Ruhe und Stille der Natur vor und bieten günstige Bedingungen für ein Leben im Gebet. Inmitten unserer heutigen Welt bemühen sich die Mönche, Besuchern und Gästen traditionelle benediktinische Spiritualität zu vermitteln.
Geschichte
Die Abtei von Affligem im Wandel der Jahrhunderte:
1062: Sechs Krieger, die von einem Missionar bekehrt wurden, lassen sich in Affligem nieder, und die junge Gemeinschaft nimmt die Regel des heiligen Benedikt an.
12. Jahrhundert: Gründung von Klöstern in Bornem (1120), Sint-Andries Brugge (1100), Vorst bei Brüssel (1105), Maria-Laach in Deutschland (ca. 1112), Vlierbeek bei Leuven (1125) und Groot-Bijgaarden (1133), mit der heiligen Wivine als erster Äbtissin.
1149: Bernhard von Clairvaux besucht die Abtei und lobt die gute Ordensführung der Mönche. Einer späteren Legende zufolge antwortete die Statue der Jungfrau Maria dem heiligen Bernhard, als er sie grüßte.
14. Jahrhundert: Die Abtei wurde während der Kriege zwischen Brabant und Flandern zweimal zerstört.
1426: Gründung der Katholischen Universität Leuven durch die Bemühungen von Abt t' Serjacobs.
16. Jahrhundert: Die Erzbischöfe von Mechelen sind nun auch Äbte von Affligem. Später zerstören die Truppen Wilhelms von Oranien die Abtei.
1582: Drei Mönche sterben als Märtyrer.
1605: Rückkehr der Mönche und Beginn der Wiederherstellung der Abtei.
1796: Französische Revolutionäre vertreiben die Mönche aus ihrer Abtei.
19. Jahrhundert: Der Abt Dom Veremundus D'haens nimmt in einem leerstehenden Kloster in Dendermonde wieder Novizen auf. Am 18. Juni 1870 kehren zehn Mönche nach Affligem zurück.
20. Jahrhundert: Es folgt eine neue Wachstumsphase mit der Gründung der Abtei Merkelbeek (1892) im niederländischen Limburg, von wo aus die Gemeinschaften in Deutschland in Kornelimünster (1906), Siegburg (1914) und Ilbenstadt (1923) wieder aufgebaut wurden, wobei letztere 1923 nach Vaals verlegt wurde. Im Jahr 1910 wurde eine Mission im nördlichen Transvaal (Südafrika) gegründet. Affligem beteiligte sich zudem aktiv an der Liturgischen Bewegung durch die Veröffentlichung des Niederländischen Messbuchs (1915) und der Niederländischen Zeitschrift für Liturgie (1919). In den letzten Jahrzehnten wurden die ehemaligen Wirtschafts- und Milchviehgebäude in ein Kulturzentrum (1967), das St.-Benedikt-Jugendzentrum (1969), das Archäologische Museum (1981) und, in jüngerer Zeit (2015), in ein Museum umgewandelt, das der Abtei seit der Rückkehr der Gemeinschaft im Jahr 1870 gewidmet ist. Im Jahr 2019 renovierten die Mönche ihr Gästehaus, um einer kleinen Anzahl von Gästen Gastfreundschaft zu bieten.
Veranstaltungen
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Aufenthalt
Gästeunterkunft
Das Exerzitienhaus der Abtei Affligem bietet Einzelgästen oder kleinen Gruppen die Möglichkeit, einen oder mehrere Tage in der Abtei zu verbringen. Von den Gästen wird erwartet, dass sie an unseren Gebetsgottesdiensten und Mahlzeiten teilnehmen.
Wir bieten eine ruhige Umgebung, in der Sie dem Trubel des Alltags entfliehen können.
Studierende
Auch Studierende können sich in unserem Exerzitienhaus auf ihre Prüfungen vorbereiten. Es ist seit langem Tradition, dass die Abtei während der Prüfungszeit ihre Türen öffnet. Andere bereiten sich auf eine Abschlussarbeit oder eine Aufnahmeprüfung vor. In diesen stressigen Tagen finden junge Menschen hier die Ruhe und Stille, die sie zum gemeinsamen Lernen benötigen, sei es einzeln in ihren Zimmern oder in einem Arbeitsraum.
Bitte buchen Sie jedoch rechtzeitig, da die Plätze begrenzt sind!
Jugendzentrum
Das St. Benedikt-Jugendzentrum liegt im Schatten der Abtei. Das Haus ist ein jahrhundertealtes Bauernhaus, das perfekt gepflegt und in einem komfortablen und praktischen Stil eingerichtet wurde. Gruppen, die diese schöne und ruhige Umgebung schätzen, werden von den Mönchen herzlich willkommen geheißen. Dieser Ort eignet sich für ruhige Gruppen: Jugendbewegungen, Schulen und Vereine.
Beten
An Wochentagen: 07:30 Laudes | 08:00 Heilige Messe | 12:00 Mittagsgebet | 18:00 Vesper | 20:00 Komplet oder, an Samstagen, die Vigil zum Sonntag
An Sonntagen: 07:30 Laudes | 10:00 Gregorianische Hochmesse | 12:00 Mittagsgebet | 15:00 Vesper und Laudes (Abendgebet und Anbetung in der Anbetungskapelle) | 20:00 Komplet (Tagesabschluss)
An hohen Festtagen wird in der Kirche die feierliche Vesper gefeiert.
Gottesdienst
An Wochentagen | 8:00 Uhr: Tägliche Messe
An Sonntagen | 10:00 Uhr: Feierliche Konventmesse im gregorianischen Stil | 15:00 Uhr: Vesper und Anbetung des Allerheiligsten Sakraments | 18:00 Uhr: Abendmesse